Tesla Model X Roadtrip Juni 2019

Einmal Frankreich, Spanien, Portugal und ganz viel Katalonien

Viele spannende Orte auf meinem Plan, drei Wochen Zeit und keine weitere Planung. So hatte ich meinen Roadtrip im Juni 2019 gestartet.

Route Roadtrip von Sebastian durch Süd-West-Europa

Die ersten beiden Tage ging es erstmal quer durch Frankreich. Wichtige Stopps waren Troyes, Orléans und Bordeaux. Hier ein Blick über die Loire in der Nähe von Blois.

Die Loire in der Nähe von Blois, Frankreich.

Die erste Nacht hatte ich ein ruhiges Plätzchen abseits der Strasse am Rand eines kleinen Wäldchens gefunden. Für den Feldweg dahin, musste ich das Fahrwerk endlich mal ganz hoch fahren. Für irgendwas muss diese Funktion ja mal gut sein.

Hier mein Schlafplatz im Tesla Model X Wohnmobil. 210x80cm und das Faltrad Birdy passt noch locker neben dran. Die rote Kiste war mein Nachttisch. Hier ist der Schlafsack noch zusammengepackt. Das sollte für drei Wochen mein zu Hause sein.

Mein Schlafzimmer während des Roadtrips

Am zweiten Abend war ich schon bei der Düne von Pilat. Sie ist die größte Wanderdüne Europas. Bis zu 110m hoch, 2700m lang und 500m breit. Der Wikipediaartikel ist sehr lesenswert. Übernachtet habe ich auf einem Parkplatz für Wohnmobile südlich der Düne. Es war Zufall, dass ich diesen gefunden hatte.

Düne von Pilat, Frankreich

Am dritten Tag erreiche ich Spanien und ersteige als erstes das Castillo de Santa Cruz de la Mota von dem man einen sehr schönen Ausblick über die Stadt San Sebastian im Baskenland hat.

Blick über San Sebastian, Spanien

Unterwegs koche ich mir Nudeln und Tee, etwas Abseits der Strasse, mitten im Grünen an einem Feldweg. Einen Campinggaskocher hatte ich dabei, aber nur zwei mal benutzt. Meistens war ich mit frischem Baguette mit olivenöl und Tomaten vollkommen zufrieden. Das schmeckt dort viel besser als bei uns.

Danach komme ich nach Bilbao. Da es Montag ist, hatte das Guggenheimmuseum leider geschlossen, aber ich mache einen abwechslungsreichen Spaziergang durch die wunderschöne Stadt im Norden Spaniens.

Bilbao, Spanien

Das tolle am Elektroauto ist, dass Berge den Verbrauch nicht erhöhen. Man bekommt einen Teil der Energie beim Bergabfahren wieder zurück. So kann man tolle Reichweiten angezeigt bekommen 🙂

In Porto hatte ich das erste mal mein Faltrad ausgepackt und die Stadt mit dem Rad erkundet. Mit dem Rad finde ich es optimal Städte zu erkunden. Man kann für Städte ausreichende Strecken zurücklegen und jederzeit anhalten, um sich etwas genauer anzuschauen.

Mit dem Birdy durch Porto, Portugal

Porto gefällt mir besser als Lissabon, da hier gefühlt nicht ganz so viele Touristen unterwegs sind. Es scheint auch etwas sauberer zu sein. Die Parks sind auf jeden Fall sehr schön und alleine schon eine Reise wert.

Porto, Portugal

Es gibt tolle Plätze und gute Restaurants, die nicht teuer sind. Und man bekommt natürlich guten Portwein. Hier probierte ich zum ersten mal in meinem Leben einen weißen Portwein. Sehr lecker!

Porto, Portugal

In Merida waren die Römer vor zweitausend Jahren sehr aktiv. Man kann hier z.B. einen sehr gut erhalteten Aquedukt sehen. Es gibt aber auch noch Überreste eines Kolloseums, einer Therme und noch viel mehr davon.

Aquädukt der Römer bei Merida, Spanien

Auf anderen Überbleibseln dieser vergangenen Hochkultur nisten heute Störche. Durch die dreckige Luft der Industrie und der Autoabgase, hier wird wirklich jeder Meter mit dem Auto gefahren, sind die Störche schwarz-grau statt schwarz-weiß. Das kann nur besser werden.

In Sevilla war ich wieder mit dem Rad unterwegs. Besonders gut gefallen hatten mir die Parks und die vielen engen Gassen dieser (Alt-)Stadt. Das war ein ganz schönes Gewusel dort. Für Stadtbesichtigungen kann man übrigens meistens sehr gut am Stadtrand in den kostenlosen, bewachten, schattigen Parkhäusern der großen Einkaufszentren parken.

Parkanlage in Sevilla, Spanien

Nächstes Etappenziel war für mich der Fels von Gibraltar. Imposant! Aber ich muss ehrlich gestehen, die Vedra von Ibiza gefällt mir besser. Das könnte unter anderem daran liegen, dass die Vedra auch ein Naturschutzgebiet ist. Auch der Fels bei Calpe ist groß. Also, wer auf große Felsen im Wasser steht, ist am Mittelmeer genau richtig.

Tarifa ist die Südspitze Spaniens. Hier der Blick von Süden auf die kleine Stadt. Links der Atlantik, rechts das Mittelmeer. Hinter mir ist nur noch die kleine Insel Las Palomas, die seit anfang des 19. Jahrhunderts über diesen kleinen Damm erreichbar ist. Rechts, außerhalb dieses Fotos, konnte ich schon Afrika sehen.

Blick über Tarifa, Spanien

Abends war ich dann bei einem Bekannten in der Nähe von Calpe zu Besuch. Hier habe ich das Auto ausnahmsweise mal nicht an einem Tesla SuperCharger geladen und habe in einem richtigen Bett geschlafen.

Tesla Model X lädt im Schatten, Spanien

Valencia ist für mich die schönste Stadt Spaniens. Es gibt tolle Parks, eine schöne Altstadt …

Valencia, Spanien

… und einiges an außergewöhnlicher Architektur. Valencia ist auch nicht so groß wie z.B. Barcelona oder Madrid. So ist man auch schnell raus aus der Stadt im Grünen, wenn man mal die Natur genießen will.

Valencia, Spanien

Natur und tolle Landschaften gibt es nördlich von Valencia ohne Ende. Hier war ich auf dem Berg „Alt del Bartolo“, von dem man einen tollen Ausblick in alle Richtungen hatte. So machte Picknicken Spaß.

Picknick auf dem Berg Alt del Bartolo, Spanien

Etwas weiter nördlich liegt das Ebro Delta. Hier standen die Angler Seite an Seite. Diese hier auf dem Foto kamen aus Deutschland, um hier zu angeln. Es muss sich also lohnen.

Angler am Ebro Delta, Spanien

Eines der Wahrzeichen von Tarragona ist der Leuchtturm Far de la Banya von 1864. Um ihn zu sehen, bin ich die 4 km lange Hafenmauer entlanggelaufen. Hin und zurück. Das war eine heiße Sache.

Leuchtturm in Tarragona, Spanien

In Tarragona gibt es, wie auch in anderen spanischen Städten, viele Denkmäler und Kunstwerke im öffentlichen Straßenbild. Auch hier gibt es Überbleibsel der römischen Zivilisation.

Tarragona, Spanien

Weiter Richtung Norden gibt es viele schöne Ortschaften mit tollen, nicht überlaufenen Stränden, hier Calafell, wo ich mich im Mittelmeer erfrischt hatte. Praktisch ist, dass es an den Stränden immer öffentliche Duschen gibt, wo man den Sand und das Salzwasser wieder los wird, wenn man kein fließend Wasser in seinem Wohnmobil hat.

Mittelmeerküste: Strand von Calafell, Spanien

Um die schroffen Landschaften an Kataloniens Küste zu entdecken, hilft es, die Strassen zu verlassen und auch mal kleinere Wege zu nutzen. Es gibt immer wieder grandiose Ausblicke. Hier war ich gerade in der Nähe von Begues.

Hinterland in Katalonien, Spanien

Supercharger Barcelona. Viel näher bin ich dieses mal nicht an Barcelona herangekommen. Barcelona ist eine ganz eigene Reise wert. Dieses Mal hatte ich es außen vor gelassen. Ich war ja schon einige Male dort.

Model X lädt am Tesla Supercharger Barcelona, Spanien

Einzige Ausnahme, ich bin in den Vorort von Barcelona, Sant Joan Despí, gefahren, um mir den Torre de la Creu anzuschauen. Dieses Gebäude im Stil des spanischen Jugendstils wurde von Josep Maria Jujol entworfen, einem der Mitarbeiter Antoni Gaudís.

Torre de la Creu, Sant Joan Despí, Spanien

Westlich von Barcelona liegt eine ungaublich schöne Landschaft mit vielen Hügeln und kleinen Ortschaften. Hier war ich in Montfalcó Murallat auf einer alten Festung mit einem tollen Ausblick.

Blick von der Festung Montfalcó Murallat, Spanien

Ich war dieses mal viel in Katalonien unterwegs und hatte mir einiges angeschaut. Hier drei Fotos aus dem Ort Penelles. In diesem Ort gibt es sehr viele bemalte Wände mit allen möglichen Motiven, das Video dazu ist bereits auf unserem YouTube Kanal modelXfamilie online.

Ein weiterer schöner Ort in Katalonien ist Cardona. Er hat eine sehr enge Altstadt und eine Festung auf einem Berg, von der ich eine super Aussicht in alle Richtungen hatte.

Cardona, Spanien

Dann ging es ab in die Pyrenäen und es wurde kalt …

Pyrenäen, Spanien

… und die Serpentinen machten mit unserem Tesla richtig Spaß.

Serpentinen in den Pyrenäen, Spanien

Das war dann die kälteste Nacht dieses Roadtrips. Morgens um 5 Uhr waren es -4°C, der Sternenhimmel war wundervoll.

Tesla Model X in den Pyrinäen, Spanien

Es war auch mit die einsamste Gegend in diesem Urlaub… Obwohl… Ich hörte Nachts einige Wölfe heulen.

Im Winter ist hier viel mehr los, da ich mitten in einem Skigebiet übernachtet hatte. Aber im Juni war hier alles wie ausgestorben.

Pyrenäen, Spanien

In „La Pobla de Lillet“ hatte sich ein reicher Unternehmer von Antoni Gaudí einen Garten anlegen lassen, der heute zur Besichtigung freigegeben ist. Er liegt in einem engen Tal und ist etwas verrückt.

La Pobla de Lillet, ein Garten von Antoni Gaudi in Spanien

Das historische Kloster „Sant Pere de Casserres“ liegt mitten in der Flußschleife des Riu Ter.

Es ist als Museum hergerichtet und alleine der Weg dorthin lohnt sich. Ich glaube es ist auch ein beliebtes Ausflugsziel für Klassenfahrten. Es waren gleich zwei Klassen gleichzeitig mit mir dort.

Kloste „Sant Pere de Casserres“, Spanien

Etwas weiter flußabwärts gibt es interessante Bergformationen und schöne Strände am Riu Ter. Es sah fast aus wie in den USA.

Riu Ter, Spanien

Die letzte Station in Katalonien und meines Roadtrips war Besalú. Hier gibt es auch eine wunderschöne Altstadt und viel Geschichte zu entdecken. Am nächsten Tag ging es dann 1300 km weit direkt nach Hause.

Besalú, Spanien

Da ich unbedingt mal wieder in (m)einem richtigen Bett schlafen wollte, hatte ich auf dem Rückweg die Mautautobahnen genommen und für diesen Luxus 75€ bezahlt. Insgesamt hatte ich den Urlaub recht günstig gehalten. Für Strom hatte ich auf jeden Fall gar nichts bezahlt.

Demnächst wird es auf unserem YouTube Kanal modelXfamilie Videos vom Roadtrip geben. Also schaut mal vorbei.